Konzerte

Urban Sound Spaces Wuppertal“, Neuer Kunstverein Wuppertal (2011)                  (Abel, Carlo und Max Korinsky)

Diese Live-Performance fand im Oktober 2011 im Rahmen der Gruppenausstellung “Love & Hate Wuppertal” im Neuen Kunstverein statt. Mit einer Länge von ca. 20 Minuten ist sie deutlich kürzer als die früheren Konzerte. Die Nutzung von Fotos aus den 1930er und 1950er Jahren mit Bildmotiven, die heute nicht mehr ganz leicht zu verorten sind, sowie nicht zuletzt die große Unschärfe durch die vielfache Vergrößerung, vermitteln ein Gefühl der Fremdheit. Gleichzeitig entsteht durch die Übertragung mit der Kamera eine filmische Situation, die den Betrachter unmittelbarer in des Gesehene einsteigen lässt. Die Bilder erinnern so an verwackelte Amateurfilme, die heute oft als Dokumente aus einer “guten alten Zeit” missverstanden werden. Diese mögliche Wirkung wird durch die kontrastiven Klänge gebrochen. Sie entfalten in Kombination mit den Bildern eine beklemmende Atmosphäre. Bild und Ton ergeben durch die Nutzung eines Strukturmodells, durch die Kamera, Midicontroller und Joystick die Komposition unmittelbar und live gestalten, eine Einheit.

Störungsstrukturen 2011 Nürnberg (Abel & Carlo Korinsky)

Foto: Tim Grosch

Störgeräusche 2011 Wuppertal (Abel, Carlo und Max Korinsky)

Störungsstrukturen ist eine Live-Performance, die ca. 50 Minuten lang ist. Sie besteht aus vielen kleinen, zebrochenen Elementen und Impulsen, die sich immer mehr zu größeren und tiefen Flächen entwickeln. Sie endet  in kleinen und harten Impulsen, die zum Schluss verzerrt klingen. Die Komposition ist durch ein Strukturmodell erweitert, das in Echtzeit von einer beweglichen Makrokamera gefilmt und verändert/ bearbeitet wird. Die Daten der Makrokamera beeinflussen die Komposition ebenfalls.
(Midi-Controller, Joystick, Sensoren, Makrokamera)

Hallstudie 2011 – Frankfurt (Abel und Carlo Korinsky)

Die Hallstudie besteht aus den Aufnahmen und Fieldrecordings am Teufelsberg in Berlin.

Gespielt wird das Liveset mit Midi-Controllern, einem Joystick und Sensoren
(6-Kanal). Auf dem Berliner Teufelsberg befand sich eine Radaranlage, die zur Überwachung des Flugraumes der DDR dienen sollte. Die Sounds sind durch dort herumliegende Materialien entstanden. Das Charakteristische der Aufnahmen ist ihr enormer Nachhall. Dadurch mussten sie nicht mit zusätzlichem Hall nachbearbeitet werden.